Ziele, Beschlüsse und Leitplanken

Ziele des Beteiligungsprozesses

Im Rahmen des Bürgerdialoges II "Unser Bad" sollen alle Bedarfe und Kriterien erarbeitet werden, die in die Ausschreibung für die Planung und den Bau des Kombibades miteinfließen sollen. Dabei soll idealerweise die Planung und Realisierung des neuen Kombibades in eine Gesamtbetrachtung/Gesamtplanung für das Gebiet Bongertwasen eingebettet werden. 

Deshalb wird es im Bürgerdialog zwei Rubriken geben:

  1. Planung Kombibad (Raumbedarf, Ausstattung, Außenanlagen)
  2. Gesamtplanung Bongertwasen (Individuelle Anforderungen/Restriktionen/Synergien/Potenziale, Bedarfe, Wünsche)

Auf diese Weise soll einerseits der am besten geeignetsten Standort für das Kombibad gefunden werden. Hierbei kommt grundsätzlich das gesamte Gebiet Bongertwasen in Frage. Insbesondere wird aber vorrangig der in der Bürgerempfehlung vorgeschlagenen Standort (Nähe Auchtertstraße) geprüft. Zum anderen sollten mit der Entscheidung - wo das zukünftige Kombibad gebaut wird - potenziell zukünftige Entwicklungen im gesamten Gebiet nicht entgegenstehen. Idealerweise wäre der Bau des Kombibades ein erster und unabhängiger Teil eines Gesamtentwicklungskonzepts, das sukzessive umgesetzt werden kann.

Alle Informationen zum Ablauf des Beteiligungsprozesses finden Sie zusammengefasst auch in der Präsentation der Gemeinderatssitzung vom 12.07.2018.

Leitplanken

Die in der zweiten Planungswerkstatt erarbeitete Empfehlung wird anschließend von der Verwaltung und gegebenenfalls externen Experten nochmal aufbereitet und an vorher gesetzten Leitplanken gespiegelt. Dies ist dann Entscheidungsgrundlage für den Gemeinderat.

Ein Teil der Leitplanken wurden mit dem GR-Beschluss am 17. Mai 2018 bereits fix gesetzt.
Sie sind in Ziffer 2 des Gemeinderatsbeschlusses "Standortentscheidung Bäder" enthalten (siehe unten).

Neben der Beschlussfassung vom 17. Mai 2018 hat der Gemeinderat noch zwei zusätzliche Leitplanken beschlossen, an denen die Bedarfe, Ideen und Wünsche der Bürger gespiegelt werden sollen:

  1. Dauerhafte Finanzierbarkeit 
    Bei der Leitplanke „Dauerhafte Finanzierbarkeit" schlägt die AG Bürgerdialog vor, dies über den jährlichen Zuschussbedarf des zukünftigen Kombibades abzubilden. Nur in einer solchen Zahl wären alle Kosten seriös berücksichtigt. Das heißt sowohl die Investitions- und Finanzierungskosten als auch die laufenden Betriebs- und Personalkosten sowie die Erlöse aus Eintrittsgeldern.
  2. Eintrittspreise
    Bei der Leitplanke „Eintrittspreise" steht für die AG Bürgerdialog die soziale Komponente im Fokus. Es soll finanziell niemand von den Nutzungen ausgeschlossen werden, die in den heutigen Bädern angeboten werden. Das bedeutet, dass die Preise für Einzeleintritte für die reinen Schwimmangebote sich daran orientieren sollten.

Gemeinderatsbeschluss "Standortentscheidung Bäder" 

Der Gemeinderat Metzingen hat am 17. Mai 2018 - mit 21 Ja-Stimmen und 3 Enthaltungen - folgenden Beschluss gefasst, in den Änderungsanträge der CDU-Fraktion und der FWV-FRaktion eingeflossen sind (hier kursiv)

1. Es soll ein neues Kombibad am Bongertwasen gebaut werden.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Planung vorzubereiten. Bei der Planung sollen insbesondere folgende Punkte berücksichtigt werden: 

  • Die Planung für das neue Kombibad sollte eingebettet werden in eine Geasmtbetrachtung/Gesamtplanung für das Gebiet Bongertwasen. Der in der Bürgerempfehlung vorgeschlagene Standort für das neue Kombibad (Nähe Auchtertstraße) soll hierbei vorrangig geprüft werden. Die bereits bestehenden Freizeitnutzungen, insbesondere das Ferientagheim der evangelischen Kirchengemeinde und des CVJM, sollen entsprechend berücksichtigt und gehört werden. Die Verwaltung wird beauftragt, ein hierfür geeignetes Verfahren zu enwickeln und dem Gemeinderat zur Entscheidung vorzulegen.
  • Das neue Kombibad sollte primär über die Auchtertstraße angebunden werden. 
  • Das neue Kombibad sollte als familienorientiertes Sport- und Freizeitbad ausgestaltet werden. 
  • Das neue Stadtbad muss an den ÖPNV (Stadtbus) sowie an das Radwegenetz angebunden und fahrradfreundlich ausgestaltet werden. 
  • Ökologische Aspekte sollen beim Neubau des Kombibades miteinfließen.

3. Der bisherige Freibadstandort wird aufgegeben, sobald das Kombibad in Betrieb geht. 
 
4. Die dann freiwerdenden Flächen des bisherigen Freibadstandortes können anschließend umgenutzt werden. Die Verwaltung wird beauftragt, eine Planung für die Umnutzung dieser Flächen vorzulegen. Hierbei ist insbesondere zu prüfen, inwieweit der Baumbestand erhalten werden kann.
 
5. Das Hallenbadgebäude soll möglichst erhalten werden. Die Verwaltung wird beauftragt, verschiedene Möglichkeiten der Weiternutzung des Hallenbadgebäudes unter Berücksichtigung der Hallenbadturnhalle zu entwickeln und zu prüfen. Hierbei sollte auch die Möglichkeit einer – zumindest teilweisen - Weiternutzung für das Schulschwimmen und für die Schwimmvereine geprüft werden. Die Verwaltung wird aufgefordert, in den Prüfauftrag über die verschiedenen Möglichkeiten einer Weiternutzung des Hallenbades als Leerschwimmbecken für das Schulschwimmen und für die Vereine auch die Nutzungs-Kombination mit einem physiotherapeutischen Bäderangebot aufzunehmen und dazu für den Gemeinderat eine Beratungsvorlage zu erarbeiten.
 
6. Die Arbeitsgruppe Bürgerdialog Zukunft Bäder wird beauftragt, für die Ausgestaltung („WIE") des neuen Kombibades ein Konzept für die Fortführung des Bürgerdialoges zu erarbeiten

 

 Die aktuelle Beschlussfassung des Gemeinderates gibt es hier auch als PDF zum Download. 

 Dokumente zum Herunterladen

Hier finden Sie alle Dokumente zum Herunterladen im Überblick: